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ÖFB schließt Abkommen mit Ukraines Verband

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Der ÖFB und der ukrainische Fußballverband haben ein Memorandum unterzeichnet, das eine intensivere Zusammenarbeit zwischen beiden Organisationen vorsieht. ÖFB-Aufsichtsratschef Josef Pröll und der ukrainische Verbandspräsident Andrej Schewtschenko besiegelten am Donnerstag im Haus des Sports in Wien ein dementsprechendes Abkommen.


Im Rahmen der Kooperation soll es unter anderem ukrainischen Sportlern und Coaches ermöglicht werden, in Österreich trainieren zu können.

Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Genaue Details dazu seien noch in Ausarbeitung, so Pröll. Sobald konkrete Projekte fixiert sind, werde man damit an die Öffentlichkeit gehen, erklärte der Niederösterreicher. Der einstige Weltklassestürmer Schewtschenko („Ich bedanke mich bei allen Österreichern dafür, dass sie mein Land unterstützen“) hob die Bedeutung des Fußballs für sein kriegsgebeuteltes Land hervor. „Er bringt Hoffnung und ist auch eine Therapie für unsere jungen Leute, um schlechte Erfahrungen hinter sich zu lassen.“

Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Ähnliche Abkommen wie mit Österreich schloss der ukrainische Verband bereits mit Italien, Kroatien, Deutschland und Frankreich, weitere Länder sollen folgen. Schewtschenko wies darauf hin, dass der Fußballbetrieb in der Ukraine ungeachtet des russischen Angriffskriegs weitergehe, wenn auch mit Einschränkungen etwa bei der Zuschauerzahl. Das Nationalteam aber muss seine Spiele außerhalb des Landes austragen. „Mein großer Traum ist es, dass wir eines Tages, wenn alles vorbei ist, wieder ein Heimspiel unserer Nationalmannschaft haben“, sagte Europas Fußballer des Jahres 2004.

Shevchenko von Rangnick begeistert
Zudem outete sich Schewtschenko als großer Fan der ÖFB-Auswahl und von Teamchef Ralf Rangnick. „Er ist ein unglaublicher Coach und einer der nettesten Menschen, die ich jemals getroffen habe.“

Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Laut Sportminister und Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) gehe das Memorandum „weit über den Sport hinaus. Es ist ein politisches und humanitäres Signal und Statement.“ Man stehe „seit dem ersten Tag des brutalen Angriffskriegs solidarisch an der Seite der Ukraine. Der Sport ist ein sehr wichtiger Pfeiler in der Solidarität und Partnerschaft unserer Länder.“

Sportstaatssekretärin Michaela Schmidt (SPÖ) ergänzte, das Memorandum verdeutliche, welchen Beitrag der Sport für Zukunftsperspektiven leisten könne. „Ich freue mich darauf, schon bald ukrainische Talente und Coaches bei uns begrüßen zu können“, meinte Schmidt.


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